Lillehammer ->Westküste – Von Fjorden und Bächen

Dienstag, 15.08.17

Heute machen wir uns ohne Frühstück ans Abbauen. Wir versuchen den Platz wieder so zurückzulassen, wie wir ihn vorgefunden haben, denn so sagt es das skandinavische Jedermannsrecht. Also schneiden wir alle Zeltschnüre ab und verräumen diese, decken die Feuerstelle mit Moos ab und verteilen das restliche Holz wieder so im nahe gelegenen Wald, als wäre es die ganze Zeit dagelegen. Danach breiten wir die Plane aus und packen unsere Sachen in die Rucksäcke und Taschen, beladen uns wieder gegenseitig, ehe wir wieder zum Auto marschieren, das, als wir angekommen sind, wieder fahrtauglich umgeräumt wird. Nur noch schnell die zweite Gepäckladung aus dem Wald holen und schon gehts los auf der holprigen Straße, die wir dieses mal deutlich bedachter fahren als zuletzt. Wieder Richtung Lillehammer.DSC00793 DSC00798Doch das ist nicht unser Ziel, denn wir biegen ca. 30 Kilometer vor der Stadt ab und fahren gen Westen. Wir haben nämlich beschlossen, aus der geplanten Survivaltour einen Roadtrip zu machen, da die Wetteraussichten der nächsten Woche uns nichts Gutes verheißen. Also suchen wir uns die Route auf der E39 an der Westküste entlang aus, um Fjorde und Städte zu sehen. Doch bis zum Meer sind es noch ein paar Kilometer. Wir fahren vorbei an Seen, Wäldern und Nationalparks, ehe es bergiger wird. Alles sieht aus wie Fjorde ohne Wasser. DSC00858

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DSC00880Nun beginnt eine Strecke voller Tunnelabschnitte, die auf uns wegen des dunklen Lichts einschläfernd wirkt. Der beeindruckendste von diesen hatte eine Länge von ca. 25km. Dieser wurde in Intervallen von ausgeleuchteten Höhlen unterbrochen, vermutlich um Autofahrer am Einschlafen zu hindern. DSC00901

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DSC00911Nach insgesamt 3h Fahrt sehen wir, auch wieder kurz nach einem Tunnel, unser Tagesziel, den Fährort Gudvangen. Er liegt am ersten Fjord, den wir während unserer Reise sehen.

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Dort steht auch ein kleines Wikingerdorf, was auf uns aber von außen eher unauthentisch wirkt. Direkt am Wasser steht noch ein kleines Schiff, auf alte handwerkliche Weise gebaut.

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DSC00928Zudem findet sich dort noch ein Restaurant und ein Souvenirshop. Gudvangen ist auch der gefühlt erste Ort in Norwegen, in dem wir ein deutsches Auto sehen. Jedoch können und wollen wir da nicht die Nacht verbringen, denn durch die Fähre herrscht reger Betrieb und wir finden keine ruhige Stelle. Ein Glück, wie sich später herausstellen sollte. Also fahren wir weiter und biegen nach kurzer Fahrt unverhofft in eine kleine Straße ein, die uns ein wenig später über einen Gebirgsbach führt. Wir parken unser Auto zwischen riesigen Stapeln aus Stämmen und laufen auf einem Weg aus rutschigen Steinen und matschiger Erde runter zum Wasser, wo wir Steine sammeln und ein wenig fotografieren. DSC00936

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DSC00968Der Hunger treibt uns wieder zurück und wir richten unsere Schlafplätze her, eher wir, nur noch einmal kurz zum Abspülen vom Vortagsgeschirr, erneut zum Wasser gehen. Wieder beim Auto angekommen, bereiten wir uns eine Dose Chili con Carne zu, die beim letzten Festival übrig geblieben war. Es wird dunkel und der Regen setzt ein, also hören wir nur noch etwas Musik und gehen schlafen.

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