Roadtrip in Norwegen – Lillehammer und Umgebung

Samstag, 12.08.2017

Heute schlafen wir mal aus. Kein Straßenlärm und auch keine schwedischen Beamten, die uns wecken könnten. Sebi steigt aus dem Auto und bringt Blaubeeren mit, die er im nahe gelegenen Wald gefunden hat. Die eignen sich kombiniert mit unseren Haferflocken ideal als Frühstück. Also gehen wir los, um noch mehr von ihnen zu sammeln. DSC00633Nach dem Essen hören wir Glockengeläute aus dem Wald und vermuten, dass die am Tag zuvor vermissten Schafe dahinter stecken könnten. Schon wieder macht sich Sebi als Erster auf Erkundungstour und ruft mir wenig später zu, dass sich die anfängliche Vermutung als wahr herausgestellt hat. Ich folge ihm und als ich angekommen bin, sehe ich die 2 Vermissten. Nach kurzer Zeit verabschieden wir uns von ihnen und kehren zurück zum Auto, das wir allmählich umräumen. Wir fahren weiter zum nächsten Ort, wo wir beschließen noch (für 1,63€/l) zu tanken und das Auto zu waschen, denn die Waldwege haben dem Zafira nicht gut getan. Als alle Scheiben und Spiegel gereinigt und wie wieder für viel Geld wenig Sprit bekommen haben, fahren wir auf die Autobahn Richtung Lillehammer. DSC00661Der Hunger kommt, also suchen wir uns ein ruhiges Plätzchen im Wald und kochen uns eine Hühnersuppe aus der Tüte, dazu gibt es noch Salamibrot. In Lillehammer angekommen, suchen wir nach einem Platz für unser Survival-Camp. Auf Google Maps sehen wir ein paar aussichtsreiche Seen, die wir daraufhin ansteuern. Zunächst auf asphaltierten, dann auf Schotterwegen geht es hoch ins Gebirge.DSC00650DSC00663 Es wird kälter und allmählich sehen wir die ersten Schafe auf bzw. neben der Straße. Je weiter wir hochfahren, desto mehr werden es. Hier oben gibt es bestimmt mehr von ihnen als Anwohner. DSC00669Wir fahren durch karge Gebirgslandschaften, die kurvige und holprige Straße führt uns an Seen und einigen Hütten vorbei, ehe wir an einer Schranke halten müssen. Hier beginnt ein Nationalpark, für den wir, nach einigen Verständigungsproblemen mit der eher schlecht englischsprechenden Kassiererin des Nationalparkhäuschens, einige Kronen bezahlen müssen. DSC00706DSC00681DSC00686Und weiter geht die Fahrt durch Wälder, vorbei an Bächen und zahlreichen Tieren, darunter die bereits bekannten Schafe und neuerdings auch Kühe, welche uns von Zeit zu Zeit den Weg versperren, sodass ich aussteigen und sie vertreiben muss. DSC00694Nach einer schier endlosen Fahrt durch jenes Gebiet, sehen wir die ersten Hütten und allmählich auch kleine Dörfer, die wahrscheinlich seit 10 Jahren kein deutsches Auto mehr gesehen haben. Der eintönige, aber trotzdem schöne Weg endet an einer Schranke, die uns das Ende des Nationalparks signalisiert. DSC00668Geeignet für unser Lager war er aus 3 Gründen nicht: Erstens hätten uns die Temperaturen einen Stich durch die Rechnung gemacht, es wäre wahrscheinlich unmöglich gewesen, vor allem nachts. Zweitens waren die Wälder um die Seen zu klein,  und diese sind für uns essentiell. Drittens sind die Norweger sehr empfindlich, was die Aktivitäten in ihren Nationalparks angeht. (Ein wenig) erschöpft und verzweifelt nach der ernüchternen und stundenlangen Fahrt suchen wir weiter im Internet. Schließlich finden wir 2 nahegelegene Seen, die uns geeignet erscheinen. Wir machen uns also auf den Weg und biegen nach einer ca. 20min Fahrt in einen Waldweg ein, der uns zu unserem Ziel führen soll. Die Straße ist derart schlecht, dass wir 2 Kollisionen mit Steinen am Unterboden unseres Autos verzeichnen müssen, von denen eine so heftig ausfällt, dass wir uns Sorgen um das Wohlergehen des Zafiras machen. Anscheinend waren diese unberechtigt, denn abgesehen von einigen kleinen Metallteilen auf dem die Kollision verursachenden Stein ist nichts vorzufinden. Es wird langsam spät und wir beenden den Tag nach einer kurzen Erkundungstour des Gebiets. Der Regen prasselt aufs Auto, als wir noch ein bisschen Musik hören, Gitarre spielen und vor lauter Müdigkeit/Faulheit das Abendessen ausfallen lassen.

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Ein Kommentar zu „Roadtrip in Norwegen – Lillehammer und Umgebung

  1. Genau das, was man nach einem langen Arbeitstag neben einem Glas Whiskey braucht. Ich finde es toll, mit wie viel Leidenschaft ihr sowohl beim Reisen, als auch beim Bloggen dabei seid und danke euch herzlich für die packende Unterhaltung!
    Weiter so Jungs, ich freue mich auf viele weitere Erzählungen über eure Abenteuer. (Übrigens fabelhafte Fotos ! Welche Kamera benutzt ihr?)
    LG
    Hannes

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