Roadtrip nach Norwegen – Schweden -> Oslo

Freitag, 11.08.2017

Heute werden wir von 2 Beamten des schwedischen Ordnungsamtes geweckt. Anscheinend haben wir uns unwissentlich auf eine Wendestelle für Busse gestellt. Eine deutsche Anwohnerin mit Schwedischkenntnissen übersetzt und löst die ganze Situation für uns, sodass wir keinen Strafzettel bekommen. Das wäre in Schweden wegen der hohen Bußgelder bestimmt nicht billig geworden. Die Beamten geben uns eine halbe Stunde Zeit, um das Gepäck umzuräumen und so machen wir uns auf weiter Richtung Göteborg. Auf dem Weg halten wir noch an einem See, mit dem Ziel unsere für 2 Tage ungeduschten Körper etwas zu reinigen. DSC00530DSC00533Als dies geschehen ist, fahren wir weiter und erreichen nach kurzer Zeit Göteborg. Jedoch ist die Stadt durch Umbauarbeiten im Straßenbau etwas chaotisch, sodass wir schlussendlich im Industriehafen der Stadt landen. Dort wird es Zeit für ein Frühstück (Nutella + Knäckebrot, Apfel). So sitzen wir an der Hafenkante und beschließen, uns die Stadt nicht näher anzuschauen. DSC00537DSC00539Nur noch schnell tanken, was sich jedoch schwieriger herausstellt als gedacht, da das Bargeld, was mir meine Eltern aus früheren Schwedenurlauben mitgegeben haben, mittlerweile nicht mehr gültig ist. Euros nehmen sie auch nicht und so muss Sebi schweren Herzens zu seiner Karte greifen. Weiter geht’s nach Oslo. An der norwegischen Grenze angekommen, ereignet sich dasselbe Szenario wie an der Schwedischen. Die Grenzbeamten halten unser Auto an und fragen nach der Dauer und dem Ziel unserer Reise. Langsam fragen wir uns nach dem Grund hinter dieser Neugier. Vielleicht halten sie uns für Drogendealer, Terroristen oder Flüchtlinge, oder wollen nur überprüfen, ob wir getrunken haben. Wir wissen es nicht. Kurz vor Oslo beschließen wir etwas zu essen und suchen uns ein ruhiges Plätzchen abseits der Autobahn. Durch Schleichwege kommen wir schließlich an einem Bauernhof mit Pferden vorbei, die wir fotographieren, ehe wir auf einer Wiese unser Auto abstellen und uns mit Gaskocher, Kochgeschirr und Essen auf den Weg in den nächstgelegenen Wald machen. Dort angekommen dient uns ein umgefallener Baum als Sitzgelegenheit, es gibt Kartoffelbrei und chinesische Tütennudeln. DSC00584DSC00589Gestärkt brechen wir auf, um über die Autobahn nach Oslo zu gelangen. Die Straße nach Oslo rein ist, so erfahren wir im Internet, angeblich gebührenpflichtig. Umgerechnet 3,25€, welche uns eine Firma in Rechnung stellt, die zunächst anhand des Kennzeichens den Fahrzeughalter und die Adresse von diesem herausfinden muss. Wir fragen uns nach dem Sinn hinter diesem aufwändigen Prozess. In Oslo angekommen, verwirrt dort die seltsame Parkplatzsituation. Zum einen sind die Stellplätze sehr teuer (knapp 5€ für 2h, in Parkhäusern 10€ die Stunde), zum anderen beträgt die Höchstdauer auf den stadteigenen Plätzen 2h. Nächstes Problem: Wir haben kein norwegisches Geld. Google Maps weist uns den Weg zur nächsten Wechelstube und während Sebi das Auto vor strafzettelverteilenden Beamten bewacht, tausche ich einen Teil unseres Geldes gegen norwegische Kronen. Mit diesem füttern wir einen Automaten in einer billigeren Parkzone und laufen Richtung Hafen. Wir sehen das Museum für moderne Kunst, das Nobel Peace Centre und den „Blitz“, einem Zentrum für linksradikale in Oslo. Die Namen der anderen Sehenswürdigkeiten weiß ich nicht bzw. sie fallen mir gerade nicht ein. DSC00610DSC00611DSC00617Die Stadt hat uns ein bisschen enttäuscht, vielleicht auch wegen der großen Erwartungen, die wir nach dem schönen Kopenhagen hatten. Es gibt zwar viele Museen (für uns wegen des kurzen Aufenthalts uninteressant) und Sehenswürdigkeiten, aber auf uns wirkt die Stadt eher versnoppt und prüde (ausgenommen weniger Ausnahmen, welche Häuser linker Aktivisten bildeten). Geschafft von 2h Laufzeit, kehren wir zurück zum Auto und beschließen, das Parkticket nicht zu verlängern. Wir verlassen Oslo Richtung Norden und halten in einem Vorort an, um uns etwas für die letzte „reichhaltige“ Mahlzeit der nächsten 2 Wochen zu kaufen. Die Entscheidung fällt auf Brot mit Margarine und Salami, auf sog. „Bratwürste“, welche sich später als normale Wiener herausstellen und Bier, welches wir aber nicht erwerben durften, da es nach 8 Uhr abends war. Wir fahren weiter hoch und halten bei einer Gruppe von Seen, wo wir beschließen die Nacht zu verbringen. Leider finden wir wieder keine Stelle direkt am Wasser und so müssen wir uns mit einem Platz neben einer Holzfäller Hütte begnügen.DSC00630 Als wir unsere Schlafstätte herrichten, fährt ein riesiger Pick-up amerikanischer Bauweise vor, aus welchem 2 Norweger aussteigen. Sie fragen uns nach ihren Schafen, die ihnen anscheinend entlaufen waren, doch wir hatten nichts bemerkt. Als die Norweger wieder fahren, machten wir uns ans Zubereiten unseres Abendbrots, was jedoch, zumindest was die sog. Bratwürste angeht, nicht so recht funktionieren wollte, da der Gaskocher nicht genügend Hitze erzeugte, um diese in einer handelsüblichen Pfanne zu braten. Also erhitzten wir sie nur und aßen sie so. Anschließend rauchten wir noch die mittlerweile wieder anstehende 1000km Pfeife und legten uns ins Auto, um bei Musik und dem Durchstöbern sozialer Netzwerke langsam müde zu werden.

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